Wozu verpflichte ich mich als Arbeitgeber?

Angehörige des RKD (AdRKD) sind bezüglich der Besoldung und der Erwerbsersatzordnung (EO) den Angehörigen der Armee gleichgestellt. Die Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, ihre Mitarbeitenden im Engagement für den RKD zu unterstützen. Die Einsätze sind während der Arbeitszeit zu planen und werden über die EO abgegolten. Dies gilt auch bei sämtlichen Weiterbildungen.

Falls Angehörige des RKD in einer «Ausserordentlichen Lage» aufgeboten werden, in der sie bereits beim Arbeitgeber zu Gunsten der Krise / Katastrophe dringend eingesetzt werden sollen (beispielsweise in einer Pandemie), kann ein entsprechend begründetes Gesuch an die Aufgebotsstelle eingereicht werden und die AdRKD vom Dienst befreit werden. 

Wenn Sie als Arbeitgeber Ihre Mitarbeitenden in ihrem Engagement für den Rotkreuzdienst unterstützen, gewinnen Sie mit Sicherheit hoch motivierte,  engagierte und auch gewinnbringende Arbeitnehmende.

Gleichzeitig leisten Sie einen Beitrag an das Schweizerische Rote Kreuz und dessen Einsatz im Zeichen der Humanität für Menschen in Not.

Danke, dass Sie das Engagement für den RKD unterstützen!

Grund-Verpflichtungen bei Beitritt zum RKD

Bei einem freiwilligen Beitritt zum RKD verpflichtet sich die medizinische Fachperson zu folgenden Bedingungen:

Rekrutenschule: 2x3 Wochen

Insgesamt 114 Tage Einsatz zu Gunsten des Sanitätsdienstes der Armee:
Diese Dienstpflicht wird prioritär in Form von Ausbildungsdiensten der Truppe ADF (früher WK) geleistet, was pro Jahr 3 bis 4 Wochen am Stück beinhaltet. Zudem können diverse kürzere Einsätze gemacht werden, welche jeweils auf konkrete Anfrage des Sanitätsdienstes der Armee erfolgen und unter den AdRKD ausgeschrieben werden. Zur Erfüllung der Dienstpflicht haben die AdRKD grundsätzlich Zeit, bis sie 50 Jahre alt sind. Es ist jedoch unabdingbar, dass mindestens die Hälfte der Dienstpflicht während der ersten 5 bis 10 Jahre erfolgen, damit die AdRKD ihr Fachwissen vertiefen können. Als Spezialistinnen und Spezialisten sind die AdRKD zusätzlich bis zu ihrem 50. Altersjahr zu Dienstleistungen bei einer «Ausserordentlichen Lage» (Assistenz- oder Aktivdienstaufgebot der Armee) verpflichtet.

Weitere Verpflichtungen bei einer freiwilligen Kaderkarriere im RKD

Die AdRKD haben, analog den Angehörigen der Armee, die Möglichkeit, weiterführende Kaderkurse zu besuchen, sofern sie die benötigten Qualifikationen mitbringen. Während der Unteroffiziersschule erlernen sie vor allem Führung und Leadership auf Stufe Gruppe. Im Offizierslehrgang werden die Theorien der Führung und des Leadership nochmals vertieft, ausserdem erfolgt eine Fachvertiefung im Gebiet der Notfallmedizin. Zudem wird die Führung sowie die Fachführung in der Praxis angewendet. Sobald sie sich für eine Kaderkarriere entscheiden, gehen die AdRKD weitere Verpflichtungen für Einsätze ein. Als Unteroffiziere RKD zusätzlich 96 Diensttage, als Offiziere RKD alle Einsätze der Formation, der sie zugewiesen sind.